Analyse eines Gens für Blütenfarbe mit Hilfe eines Southern-Blots

Von der Bildung der Blütenfarbe ist folgendes bekannt:
RR-Individuen besitzen rote Blüten, Rr-Individuen besitzen lila Blüten und rr-Individuen besitzen weiße Blüten. Daraus folgt, dass das r-Allel in irgend einer Weise defekt sein muss.
Die Intention, die mit der folgenden Analyse verbunden ist, besteht darin, das r-Allel zu analysieren und eventuell die Art der Mutation herauszufinden.
Es wird das Erbgut von allen drei Phänotypen isoliert und mit den beiden Restriktionsenzyme EcoRI und HindIII einzeln als auch mit beiden Restriktionsenzyme gleichzeitig geschnitten. Weiter wird mit Hilfe der mRNA eine radioaktive cDNA hergestellt, die als Sonde benutzt werden kann (cDNA ist DNA, die mit Hilfe von reverser Transcriptase aus mRNA hergestellt wurde. Das bedeutet, dass sie nur an den exons des Gens hybridisieren kann).
Die Struktur des R-Gens, soweit sie bekannt ist, ist in Abbildung 1 dargestellt.

Abb. 1 Die Struktur des R-Gens und der bekannten Schnittstellen der Restriktionsenzyme EcoRI und HidIII.

Die Zahlenangaben am DNA-Strang geben die Länge des DNA-Fragmentes an.

Die Ergebnisses des Southern-Blots sind in Abb. 2 dargestellt.
 

Abb.2
Ergebnisses des Southern Blots.

a) Zeigen Sie, dass die Bahnen 1 und 2 von EcoRI von RR-Individuum den Erwartungen entsprechen.
b) Überlegen Sie, ob man die Ergebnisse in Bahn 3 beim Schnitt mit EcoRI und HindIII auch in dieser Form erwarten würde oder nicht. Erläutern Sie Ihr Ergebnis.
c) Vergleichen Sie die Ergebnisse des Southern Blots der RR-Individuen mit denen der rr-Individuen. Welchen Schluss könnte man ziehen ?
d) Deuten Sie abschließend die Ergebnisse des Schnittes mit beiden Restriktionsenzyme. Fügen sich die Ergebnisse in die obige Deutung ein ?

Mario Hupfeld ,78464 Konstanz, Mario.Hupfeld@uni-konstanz.de Home

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